Sommer 2010

jedermann

Stückbeschreibung

Der „Jedermann“ ist immer aktuell. Deshalb verwundert es kaum, dass er landauf landab in unzähligen Bearbeitungen auf die Bühne gebracht wird. Zutiefst menschliche Themen werden hier angesprochen: Die Vergänglichkeit des einzelnen, die Einsamkeit im Angesicht des Todes, die Sehnsucht nach Liebe und Freundschaft, die Machtspiele. In erster Linie ist der „Jedermann“ ein moralisches Stück. Jedermann erkennt nämlich seine Schandtaten und bereut. Er schließt Frieden mit seiner unrühmlichen Vergangenheit und kann dem Tod ins Auge blicken. Hugo von Hofmannsthal hatte das mittelalterliche englische Mysterienspiel „Everyman“ zur Vorlage, als er den „Jedermann“ schrieb. (Premiere war 1911 im Zirkus Schumann in Berlin. Seit 1920 wird diese Fassung am Salzburger Domplatz als Höhepunkt der Festspiele gegeben.) Im Zentrum des Stücks steht ein Mensch, der sich seines Reichtums rühmt und trotzig seinen Glauben an die Allmacht des Geldes verkündet. Seine Laune wird bald getrübt durch eine Reihe unerwarteter Besucher, die alle etwas von ihm fordern: der verarmte Nachbar will Geld, die arme Frau ihre Freiheit, die Mutter will ihn verheiraten. Jedermann wird erst durch den Auftritt seiner Geliebten und der fröhlichen Tischgesellschaft erheitert. Doch beim folgenden Gastmahl tritt ihn plötzlich der Tod an. Der verzweifelte und unvorbereitete Jedermann erbittet sich noch eine kurze Frist, um Begleiter für seine letzte Reise zu suchen. Doch die Gäste haben ihn schon verlassen. In seinem Wahn will Jedermann seinen Schatz mitnehmen, doch der Mammon erklärt ihm forsch, dass er nicht daran denke mitzukommen. All die Jahre war der Jedermann nur der Sklave des Mammon. Die einzige Begleitung auf dem Weg ins Jenseits sind die gebrechlichen Werke. Der Teufel, der die Seele Jedermanns für sich reklamiert, wird vom Glauben zurückgehalten. Er kommt zu spät. Die allegorischen Figuren Tod, Mammon, Glaube, Gute Werke, Teufel scheinen der Fantasie des Jedermann zu entspringen. Sie verdeutlichen sein Dilemma und führen ihn letztlich zu der Erkenntnis, dass sein bislang egoistisches und auf persönlichen Profit ausgerichtetes Leben aufs Schärfste zu verurteilen ist. Das Stück ist nicht nur als ein rein römisch-katholisches zu verstehen, sondern als eine allgemeingültige Allegorie. Jeder Mensch ist schließlich für seine Taten selbst verantwortlich. Am Schluss heißt es beim Jedermann:

Nun hat er vollendet das Menschenlos, tritt vor den Richter, nackt und bloß
Und seine Werke allein, werden ihm Beistand und Fürsprache sein.

 

AUFFÜHRUNGSORT:
der Platz vor dem Pfarrhof
in St. Veit i. Pg.

 

EINTRITT:
Erwachsene: € 10.-
Kinder bis 14 Jahre: € 5.-

 

SPIELTERMINE
Beginn jeweils um 20 Uhr

Premiere: Mi. 09.06. 2010
Fr. 11.06. 2010
Sa. 12.06. 2010
Mi. 16.06. 2010
Fr. 18.06. 2010
Sa. 19.06. 2010
Mi. 23.06. 2010
Fr. 25.06. 2010
Sa. 26.06. 2010
Fr. 02.07. 2010
Sa. 03.07. 2010

 

KARTENRESERVIERUNG

Ausschließlich unter Tel. 0664/9455235
Reservierungen ab 22.05.2010
Mo-Sa. 11-13 und 18-19 Uhr


Reservierte Karten müssen bis 19.30 Uhr an der Kassa abgeholt werden!


   
 

PERSONEN UND IHRE DARSTELLER:

JEDERMANN Hochleitner Hannes
TOD Baier Sylvia
TEUFEL Pühringer Reini
MAMMON Unterrainer Petra
GUTE WERKE Ramsauer Renee
GLAUBE  Linsinger Berni
MUTTER  Pronebner Trude
BUHLSCHAFT  Hettegger Elke
ERSTER VETTER Unterrainer Günter
ZWEITER VETTERMoises Erich
KUMPAN  Malisa Michael
ARMER NACHBAR Harlander Stefan
ARME FRAU Bogner Jutta
GÄRTNER  Linsinger Christoph
ARCHITEKT  Linsinger Rupert
POLIZIST Ottino Rudolf
POLIZIST Unterrainer Rupert
FOTOGRAF Unterrainer Peter
MÄDCHEN MIT GITARRE Pronebner Claudia
KÖCHIN Ajibade Stoof Johanna
FRÄULEIN 1 Linsinger Marlena
FRÄULEIN 2 Linsinger  Bini
SÄNGER Hettegger Gregor

 

KINDER/TEUFELCHEN  Linsinger Teresa, 
                                            Linsinger Luise
                                            Schwarzenberger Elias
                                            Ajibade Magdalena
TISCHGESELLSCHAFT UND WEITERE ROLLEN
Hettegger Gregor sen., Donauer Richard,  Donauer Richard L., 
Nocker Josef, Nocker Christine, Donauer Christine, Linsinger Markus, Freudenthaler Marianne, Burgschwaiger Gabi, Linsinger Ehrentraud, Vötter Johanna

REGIE Gerard Es
REGIE ASSITENZ Ajibadi Johanna
MUSIKER Strasser Manfred
LICHTECHNIK Unterrainer Andreas
TONTECHNIK Bogner Johann
MASKE Huber Maria
KOSTÜME Bogner Margit
BÜHNE Ottino Rudi
WERBUNG Pühringer Reini
KASSA Burgschwaiger Gabi, Ottino Margret, Hofer Werner

 
       

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